Wenn Schmerzen das Leben bestimmen
Wer unter Migräne leidet, kennt häufig nicht nur die Schmerzen selbst, sondern auch die Sorge vor dem nächsten Anfall.
Vielleicht planen Sie Ihren Alltag bereits danach, was Sie sich zutrauen können. Sie vermeiden bestimmte Situationen, achten auf mögliche Auslöser und hoffen, dass der nächste Migräneanfall ausbleibt.
Migräne kann das Leben erheblich einschränken.
Und manchmal wird nicht nur der Schmerz zur Belastung, sondern auch die ständige Aufmerksamkeit, die wir ihm widmen.
Migräne ist eine neurologische Erkrankung
Migräne ist keine eingebildete Erkrankung und auch nicht einfach eine Folge von Stress oder ungelösten seelischen Konflikten.
Typisch sind wiederkehrende Kopfschmerzattacken, die häufig mit Übelkeit sowie Licht- und Geräuschempfindlichkeit verbunden sind. Bei manchen Menschen treten zusätzlich vorübergehende neurologische Symptome auf, beispielsweise Sehstörungen im Rahmen einer Aura.
Die Ursachen sind komplex. Genetische und neurologische Faktoren spielen eine wichtige Rolle.
Stress, Schlafveränderungen, hormonelle Schwankungen und andere individuelle Faktoren können Migräneattacken begünstigen. Nicht jeder vermutete Auslöser ist allerdings tatsächlich ein Trigger.
Eine ärztliche Diagnose und gegebenenfalls neurologische Behandlung sind deshalb wichtig.
Welche Rolle spielen Stress und innere Anspannung?
Viele Menschen mit Migräne erleben, dass ihre Beschwerden in belastenden Lebensphasen zunehmen.
Manche bekommen ihre Migräne gerade dann, wenn der Druck nachlässt – beispielsweise am Wochenende oder im Urlaub.
Das bedeutet nicht, dass Stress die alleinige Ursache ihrer Erkrankung ist.
Aber unser Umgang mit Belastungen, Anspannung und Erholung kann beeinflussen, wie wir Schmerzen erleben und wie gut wir mit ihnen zurechtkommen.
Vielleicht fällt es Ihnen schwer, rechtzeitig Pausen zu machen.
Vielleicht haben Sie gelernt, auch dann weiterzumachen, wenn Ihr Körper längst Erschöpfung signalisiert.
Oder Sie bemerken, dass Sie selbst in ruhigen Momenten innerlich angespannt bleiben.
Solche Muster können wir in der therapeutischen Arbeit genauer betrachten.
Wie kann Hypnose bei Migräne unterstützen?
Hypnose wird auch in der Schmerztherapie eingesetzt. Sie kann Menschen helfen, ihre Schmerzwahrnehmung zu beeinflussen, Anspannung zu reduzieren und einen anderen Umgang mit belastenden Körperempfindungen zu entwickeln.
Mich interessiert , was Sie erleben, wenn Schmerzen auftreten.
Welche Gefühle entstehen? Wie reagiert Ihr Körper? Was verändert sich, wenn Sie Angst vor dem nächsten Anfall bekommen?
Und wie können Sie lernen, mit diesen Reaktionen anders umzugehen?
Nicht nur den Schmerz betrachten
Ich arbeite mit Hypnose, inneren Anteilen, körperorientierten Verfahren und Achtsamkeit.
Dabei können wir uns auch mit langjährigen Verhaltensmustern beschäftigen.
Manche Menschen stellen hohe Anforderungen an sich selbst. Sie übernehmen viel Verantwortung, achten wenig auf ihre eigenen Bedürfnisse und haben Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen.
Andere reagieren auf körperliche Beschwerden mit großer Sorge und versuchen, möglichst alles zu kontrollieren.
Diese Reaktionen sind verständlich. Sie können jedoch zusätzliche Anspannung erzeugen.
Es geht darum, herauszufinden, wo Sie trotz der Erkrankung wieder mehr Einfluss auf Ihr Erleben und Ihren Alltag gewinnen können.
Selbsthilfe und Achtsamkeit
Ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit ist die Vermittlung von Selbsthilfetechniken.
Dazu gehören beispielsweise:
- Übungen zur Wahrnehmung und Regulation körperlicher Anspannung
- Achtsamkeit im Umgang mit Schmerzen und belastenden Gefühlen
- Hypnotische Übungen und Selbsthypnose
- Ein bewussterer Umgang mit den eigenen Bedürfnissen und Grenzen
Nicht jede Übung passt zu jedem Menschen. Wir schauen gemeinsam, was für Sie hilfreich ist.
Wie läuft die therapeutische Begleitung ab?
In einem ersten Gespräch klären wir, welche Beschwerden Sie haben, welche medizinische Behandlung bereits erfolgt und was Sie sich von einer ergänzenden hypnotherapeutischen Begleitung erhoffen.
Anschließend entscheiden wir gemeinsam, welche Vorgehensweise sinnvoll ist.
Ich arbeite nicht nach einem festen Schema. Je nach Anliegen verbinde ich Hypnose mit Achtsamkeit, der Arbeit mit inneren Anteilen und körperorientierten Methoden.
Dabei steht nicht die Vorstellung im Vordergrund, dass ein bestimmter seelischer Konflikt Ihre Migräne verursacht haben müsse.
Vielmehr möchten wir herausfinden, wie Sie mit Belastungen und Schmerzen besser umgehen und Ihre Lebensqualität verbessern können.
Hypnose bei Migräne – auch online
Meine therapeutische Arbeit findet überwiegend online statt. Auch die Arbeit mit Anspannung, Gefühlen, inneren Mustern und Selbsthypnose ist über eine Videoverbindung möglich.
Wie eine Online-Sitzung abläuft, erfahren Sie auf meiner Seite Hypnose online.
Persönliche Termine sind nach Vereinbarung auch in Bad Vilbel möglich.
Wichtiger medizinischer Hinweis
Hypnose ersetzt weder eine neurologische Untersuchung noch eine notwendige medizinische Behandlung.
Migräne sollte ärztlich diagnostiziert und behandelt werden. Bei plötzlich auftretenden, ungewöhnlich starken Kopfschmerzen oder neuen neurologischen Ausfällen ist eine umgehende medizinische Abklärung erforderlich.
Fragen und Termine
Wenn Sie herausfinden möchten, ob meine therapeutische Arbeit eine sinnvolle Ergänzung Ihrer Migränebehandlung sein könnte, können wir das in einem kostenlosen Erstgespräch besprechen.
Rufen Sie mich an: 0177 4512080
Oder buchen Sie direkt ein kostenloses Erstgespräch.
Sie können mir auch schreiben: birgit at drzottmann.com.
