Heilung des Inneren Kindes

Erfahrungen unserer Kindheit prägen uns. Wie auf unsere Gefühle und Bedürfnisse reagiert wurde, wie sicher wir uns gefühlt haben und wie verlässlich unsere Beziehungen waren, kann beeinflussen, wie wir uns selbst und andere als Erwachsene erleben.

Was häufig als „inneres Kind“ bezeichnet wird, sind für mich frühe emotionale Erfahrungen und Reaktionsmuster, die in uns weiterleben können. Sie können sich auch heute noch zeigen – zum Beispiel in der Angst vor Zurückweisung, in übermäßiger Anpassung, Scham, dem Gefühl nicht zu genügen oder in der Schwierigkeit, die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen.

Heilung des inneren Kindes

„Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit“, soll Milton Erickson einer der großen Hypnotiseure gesagt haben.

 

 

 

 

Wenn ein Kind wenig Zuwendung, Sicherheit oder Anerkennung erfahren hat, entwickelt es Möglichkeiten, damit umzugehen. Es passt sich an, stellt eigene Bedürfnisse zurück, versucht Erwartungen zu erfüllen oder lernt, bestimmte Gefühle nicht mehr zu zeigen.

Was damals geholfen hat, kann im Erwachsenenleben weiterwirken – obwohl es heute vielleicht gar nicht mehr notwendig ist.

Daraus können innere Überzeugungen entstehen wie:

  • Ich bin nicht wichtig.
  • Meine Bedürfnisse sind zu viel.
  • Ich muss dafür sorgen, dass es anderen gut geht.
  • Ich darf andere nicht enttäuschen.
  • Wenn ich mich zeige, werde ich zurückgewiesen.
  • Mit mir stimmt etwas nicht.

In der Hypnotherapie können wir diesen frühen Verletzungen begegnen und daran arbeiten, sie zu heilen.

Ziel ist es sich ganz  und liebenswert zu fühlen und damit das Gefühl der Schuld und Scham aufzulösen.

In der Hypnose kann eine neue Beziehung zu dem entstehen, was wir als inneres Kind bezeichnen.

Es geht nicht darum, einen verletzten Teil wegzumachen. Es geht darum, ihm heute anders zu begegnen, als ihm damals begegnet wurde.

Damit werden neue, hilfreiche Glaubensmuster entstehen können:

  • Meine Gefühle dürfen da sein.
  • Meine Bedürfnisse sind wichtig, auch wenn andere Menschen andere Bedürfnisse haben.
  • Ich bin nicht für die Gefühle anderer verantwortlich.
  • Ich darf Nein sagen und Grenzen setzen.
  • Ich kann für mich sorgen, ohne mich von anderen abwenden zu müssen.
  • Ich darf lebendig, neugierig, verspielt, traurig oder zornig sein. Alle diese Gefühle gehören zu mir.

Erst mit der Übernahme der Selbstverantwortung werden Menschen unabhängiger von der Meinung und dem Wohlwollen anderer.

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