Hypnose muss nicht bedeuten, mit geschlossenen Augen in einer tiefen Trance zu sein. Hypnotische Arbeit kann auch während eines ganz normalen Gesprächs stattfinden. Diese Form der Hypnose wird häufig als Konversationshypnose oder Wachhypnose bezeichnet.
Dabei sind Sie wach, können mit mir sprechen und nehmen bewusst wahr, was geschieht. Gleichzeitig kann sich im Gespräch ein anderer Zugang zu Gefühlen, inneren Bildern, Erinnerungen und körperlichen Reaktionen entwickeln.
Wie arbeite ich mit Konversationshypnose?
Ich setze Konversationshypnose häufig dann ein, wenn sich im Gespräch etwas zeigt, das sich durch Nachdenken und Erklären allein nicht verändert.
Vielleicht wissen Sie beispielsweise sehr genau, dass Sie keine Angst haben müssten – und spüren sie trotzdem. Oder Sie verstehen längst, warum Sie sich in bestimmten Situationen anpassen, zurückziehen oder alles kontrollieren wollen, können diese Reaktion aber nicht einfach abstellen.
Dann können wir direkt im Gespräch mit dem arbeiten, was in diesem Moment geschieht: mit einem Gefühl, einer körperlichen Reaktion, einem inneren Bild oder einer Erinnerung.
Dabei verlieren Sie weder die Kontrolle noch müssen Sie sich auf etwas einlassen, was Sie nicht möchten. Sie können jederzeit sprechen, nachfragen, widersprechen oder die Arbeit unterbrechen.
Vertrauen ist die Grundlage
Voraussetzung für diese Form der Arbeit ist für mich ein gutes Vertrauensverhältnis. Konversationshypnose ist keine verdeckte Manipulation und kein Versuch, einem Menschen unbemerkt eine andere Meinung einzupflanzen.
Mich interessiert vielmehr, was während des Gesprächs unterhalb der rein rationalen Ebene geschieht. Gerade dort zeigen sich häufig die automatischen Reaktionen und Muster, die ein Mensch zwar längst verstanden hat, aber trotzdem nicht verändern kann.
Für mich ist Konversationshypnose deshalb keine besondere „Tricktechnik“, sondern eine Form therapeutischer Arbeit, die sich unmittelbar aus dem Gespräch entwickeln kann.
Voraussetzung für den Einsatz der Konversationshypnose
Grundlage ist ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Klient und Therapeut. Auch bei der Konversationshypnose behalten Sie die Kontrolle. Sie können jederzeit sprechen, nachfragen, widersprechen oder die Arbeit unterbrechen.
Im Gespräch können Gefühle, körperliche Reaktionen und innere Muster sichtbar werden, die sich durch bewusstes Nachdenken allein nur schwer verändern lassen. Genau mit dem, was sich in diesem Moment zeigt, können wir weiterarbeiten.
Dabei geht es nicht darum, Sie unbemerkt zu beeinflussen oder Ihnen eine andere Meinung zu suggerieren. Konversationshypnose ist für mich keine Form der Manipulation, sondern eine Möglichkeit, im Gespräch einen Zugang zu automatischen und emotionalen Reaktionen zu bekommen.
Manchmal bemerken Klienten dabei deutlich, dass sich die Qualität des Gesprächs verändert: Die Aufmerksamkeit richtet sich stärker nach innen, ein Gefühl wird intensiver wahrgenommen, ein inneres Bild entsteht oder eine Erinnerung taucht auf. Andere erleben den Übergang kaum – das Gespräch entwickelt sich einfach weiter.
Entscheidend ist nicht, ob Sie sich „hypnotisiert“ fühlen. Entscheidend ist, was während des Gesprächs geschieht und ob dadurch Veränderung möglich wird.

Wann kann Konversationshypnose sinnvoll sein?
Konversationshypnose eignet sich besonders für Menschen, die sehr viel über sich und ihre Probleme nachdenken und vieles bereits verstanden haben – aber feststellen, dass dieses Verstehen allein nichts verändert.
Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Sie
- immer wieder in dieselben emotionalen Reaktionen geraten,
- in bestimmten Situationen plötzlich Angst oder starke Unsicherheit erleben,
- sich automatisch anpassen, zurückziehen oder kontrollieren,
- sehr schnell in alte Beziehungsmuster geraten oder
- genau wissen, was Sie eigentlich anders machen möchten, und trotzdem immer wieder gleich reagieren.
Gerade bei Menschen, die sehr reflektiert sind und gewohnt sind, Probleme über den Verstand zu lösen, arbeite ich gerne auf diese Weise. Wir müssen das Gespräch nicht verlassen, um auf einer anderen Ebene weiterzuarbeiten.
Konversationshypnose oder klassische Hypnose?
Für mich ist das kein Entweder-oder. Manchmal arbeite ich im Gespräch hypnotisch, manchmal mit einer klassischen Hypnose und geschlossenen Augen. Häufig geht das eine während einer Sitzung in das andere über.
Welche Form ich einsetze, entscheide ich nicht nach einem festen Schema. Entscheidend ist, was sich im Gespräch entwickelt und welcher Zugang für den jeweiligen Menschen in diesem Moment sinnvoll ist.
Termine sind in meiner Praxis in Frankfurt und online möglich.
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