Toxische Beziehung überwinden – Wenn die Trennung vom Partner nicht mehr aufhört weh zu tut

Es gibt keinen Menschen der nicht einen Mensch im Laufe seines Lebens durch Tod oder Trennung verliert. Wenn etwas zu Ende geht bzw. ist tut es oft sehr weh. Trauer ist ein Prozess der Reorganisation. Wer sind wir ohne diesen Menschen?

Trauer kann eine Zeitlang dauern – dies hängt auch von den Umständen ab: Dem Alter der Trauernden und wie plötzlich die Trennung geschah.

Zum Glück wird aber meistens dieses Gefühl der Trauer im Laufe der Zeit weniger. Trauer ist ein normaler Prozess, der sehr individuell abläuft.

„Ist das, was ich fühle, eigentlich normal?“ fragen sich oft die Betroffenen? Einige meiner Klienten wollen so schnell wie möglich wieder sich nach einer Trennung wieder „frei“ fühlen. Trauer bedarf jedoch der Zeit.

„Trauer ist ein zutiefst unzeitgemäßes Gefühl, das im Alltag kaum Raum findet“ sagt Entwicklungspsychologin Kathrin Boerner die an der Abteilung für Geriatrie und Palliativmedizin der Mount Sinai School of Medicine in New York über Verluste forscht.

Am Ende ist die Trauer nicht weg es tut aber nicht mehr weh. Ein Teil des „verlorenen“ Menschen bleibt in uns, in Form von Erinnerungen und Gefühlen. Die Trauer hat sich verwandelt ebenso wie der Mensch, der sie durchlebt.

Abschiede gehören zu jedem Leben.  Mein Programm hilft Ihnen nach einem Beziehungsende ein neues Leben zu finden.

Manchmal können Menschen den Partner nicht loslassen. Sie denken täglich, über Jahre hinweg an diesen Menschen und leiden darunter. Oft sind dies toxische Beziehungen.

Diese Trennungen können krank machen. Toxische Beziehungen machen nicht nur die Seele krank, sie greifen unsere physische Gesundheit an und sind Auslöser von vielen, manchmal auch schweren, Krankheiten, deren wirkliche Ursache zunächst im Dunkeln bleibt. „Toxische Beziehung überwinden – Wenn die Trennung vom Partner nicht mehr aufhört weh zu tut“ weiterlesen

Das Beziehungskonto

Das Beziehungskonto: Wenn Menschen sich ineinander verlieben und eine Beziehung eingehen, entwickelt sich eine Dynamik der Gefühle, die in der Zu- oder Abnahme von Zuneigung und Liebe besteht. Sie stellen Faktoren dar, die sich verändern, wie alles im Leben einem permanenten Wandel unterliegt.
Bestimmte Merkmale eines Menschen veranlassen uns, sich in ihn zu verlieben. Wie sich die Liebe weiterentwickelt, hängt von der Kommunikation zwischen den Partnern ab, von den Verhaltensweisen die sie äußern. Die Nachrichten und Botschaften, die sie aussenden sowie ihr Handeln lassen ihre Liebe zueinander zu- oder abnehmen, erhöhen oder verringern die Zufriedenheit mit der Beziehung.

Die Entfaltung der Liebe ist kein automatischer Prozess, der selbstständig abläuft, sondern hängt ab vom konkreten Verhalten des Partners. Die Psychologen Clifford Notarius und Howard Marqman haben den Begriff des Beziehungskontos eingeführt, um den Zusammenhang zwischen dem Verhalten der Partner und den positiven und negativen Entwicklungen der Partnerschaft zu beschreiben. Das Beziehungskonto bestimmt die Zufriedenheit mit ihrer Beziehung

Das Beziehungskonto

Das Beziehungskonto sollte  wie ein Bankkonto immer gut gefüllt sein.

Wir können es mit einem richtigen Bankkonto vergleichen, dass einen unterschiedlichen Kontostand aufweisen kann. Ist er hoch, können Sie sich viel leisten, ist er niedrig, nur wenig und wenn er in die roten Zahlen ab-rutscht, sind wirtschaftliche Schwierigkeiten unvermeidlich. Ähnlich verhält es sich mit dem Beziehungskonto. Verfügen die Partner über ein hohes Beziehungsguthaben sind sie glücklich und zufrieden. Ein geringes Bezie-hungskonto erzeugt zunehmende Unzufriedenheit. Sind alle Rücklagen aufgebraucht und dominiert das Soll gegenüber dem Haben ist die Beziehung unglücklich und nähert sich mehr oder weniger einem Beziehungsbankrott, der ihr schließlich ein unrühmliches Ende bereitet.

Das Auffüllen des Beziehungskontos

Ein Beziehungsguthaben wird aufgefüllt durch liebevolle Gesten und durch ein freundliches  Verhalten.
Der Partner/in bekommt ausreichend  Achtung und Respekt sowie Hilfe und Unterstützung. Er/Sie fühlt sich geliebt und wertgeschätzt.

Vom Beziehungskonto abheben

Es wird verringert durch Verstimmung und Verärgerung, mangelnde Achtung, schlechte Kommunikation, Auseinandersetzungen und Streitigkeiten. Wir können unser Beziehungsguthaben jeden Tag durch bestimmte Gesten und Handlungen vergrößern oder durch entsprechend negatives Verhalten verringern.
Eine Verärgerung verringert es nur geringfügig, ein massiver Streit stellt eine große Abhebung dar.
Wenn die Partner sich gegenseitig abwerten und sich um jede Kleinigkeit streiten, ohne einander durch ihr Verhalten ihre Liebe zu zeigen, zahlen sie nichts mehr auf ihr Konto ein, sondern heben ständig große Summen ab, bis es aufgebraucht ist und sie schließlich vor einem Schuldenberg stehen. Damit haben sie sich in eine Krise hineinmanövriert, aus der es keinen Ausweg mehr gibt und die Beziehung zerbricht.

Welche Verhaltensweisen stellen nun im Einzelnen Einzahlungen auf das Beziehungskonto dar und erhöhen den Kontostand?

Ungeachtet der individuellen Unterschiede gibt es einige allgemeine Richtlinien die wir befolgen müssen, wenn wir Einzahlungen auf das Beziehungskonto machen wollen:

  • Ein gutes Mittel, um den Kontostand zu erhöhen sind Zeichen der Zuneigung, Anerkennung und Wertschätzung, die wir dem Partner geben.
  • Immer wenn wir Anregungen für gemeinsame befriedigende Aktivitäten geben, erhöhen wir den Kontostand.
  • Das Gleiche geschieht, wenn wir uns unseren Partner öffnen und unsere Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse mitteilen.
  • Ein wichtiger Faktor ist auch das Bemühen um Lösungen, die die Interessen beider Seiten berücksichtigen, wenn entgegen gesetzte Bedürfnisse und Wünsche vorliegen.
  • Vermeiden Sie fruchtlose Streitgespräche, die nicht zur Lösung von Konflikten beitragen.
  • Versuchen Sie nicht ein Problem zu lösen, wenn Sie unter dem Druck belastender Emotionen wie Angst oder Wut stehen.
  • Auseinandersetzungen lassen sich nicht immer vermeiden. Wenn Sie mit ihrem Partner streiten, vermeiden Sie es wunde Punkte zu attackieren.
  • Ein Fehler, der immer wieder zu einer erheblichen Belastung des Beziehungskontos führt besteht darin, Schwächen des Partners zu kritisieren, die er als besonders peinlich erlebt.

Eine Frau, die sich über die Potenzschwäche ihres Mannes lustig macht, ein Mann der seiner Frau mangelnde sexuelle Attraktivität vorwirft, fügt dem anderen damit erhebliche seelische Verletzungen zu, die weder vergessen noch vergeben werden.

Wer in die Tabuzonen des Partners eingreift, plündert das Beziehungskonto in einem solchen Maße, dass der Weg in den Bankrott vorgezeichnet ist.

Psychologische Beratung/ Coaching

Soziopathen und Narzissten in einer Beziehung

 

Sieben Fallgruben einer Beziehung

Menschen benötigen eine Beziehung zu anderen Menschen.

Wir sind Wesen, die auf Gemeinschaft mit anderen Menschen hin angelegt sind.
Dementsprechend sind wir in unserem Gehirn verdrahtet. Aber brauchen wir als Menschen die romantische Liebe?

Helen Fischer, eine Anthropologin im Kinsey-Institut kam zu der Schlussfolgerung, dass romantische Liebe ein grundlegender menschlicher Antrieb ist  Ihre Kollegin Lucy Brown geht noch weiter und bezeichnet die romantische Liebe als Überlebensmechanismus, der so wichtig wie das Verlangen nach Wasser ist.

Wenn Menschen verliebt sind bzw. lieben, wollen sie gefallen.

Dies ist erst einmal vollkommen normal. Wir passen uns den sozialen Normen unserer Gruppe an und wollen vielleicht als tolerant, großzügig und erfolgreich, als schön wahrgenommen werden, um vom Partner geliebt zu werden.

Manche Menschen glauben zudem, sich Liebe regelrecht verdienen zu müssen. Nichts ist selbstverständlich. Sie glauben, es reicht nicht aus, so zu sein, wie sie sind. Sie glauben, so wie sie sind nicht ausreichend, nicht gut genug zu sein. Es fehlt Ihnen, warum auch immer, an echtem Selbstvertrauen.

Aus dem Glauben heraus, nicht „gut genug zu sein“, können schnell toxisch-romantische, aber auch toxisch-freundschaftliche Beziehungen entstehen. Beziehungen, die die Partner nicht wachsen lassen, sondern wahrhaftig giftig für Geist und Körper sind und auf Dauer krank machen.

Ich habe, im Folgendem 7 Fallgruben aufgelistet. Falls Sie Folgendes erleben, gehen Sie bitte davon aus, dass eine Grenze überschritten wird.

Wie so oft im Leben kommt es dabei auf die Dosis an. Vielleicht treten manche der hier beschriebenen Verhaltensweise nur kurzeitig auf und können mit Einsicht geändert werden. Bei anderen Verhaltensweisen sollten Sie sofort gehen: Zum Beispiel wenn körperliche Gewalt eingesetzt wird.

Verantwortung können Sie nur für ihr persönliches Verhalten übernehmen und nur Sie können Ihr Verhalten ändern. Wenn Ihr Partner Selbstwertprobleme hat oder zur Gruppe der Soziopathen gehört, kann nur er daran arbeiten.

Ich möchte Sie persönlich ansprechen und dies ist in der deutschen Sprache nicht wirklich leicht. Ich werde im Folgenden Frauen ansprechen. Das heißt aber nicht, dass ich Männer nicht ansprechen will. Ganz im Gegenteil: Männer werden als Opfer von Frauen nur sehr selten wahrgenommen, sie haben oft keinen Freundeskreis, mit dem Sie das Erlebte besprechen können und sind mit dem Erleben von heftigen Emotionen schnell überfordert.

Leider warnen immer noch Mütter ihre Töchter vor Männern, die nur „das eine“ wollen und andere erzählen ihren Jungs, dass Indianer keinen Schmerz kennen, nicht weinen und Gefühle weiblich sind. Täter sind männlich und weiblich!

Ich weiß, dass es nicht einfach ist, mit Kindern den toxischen Partner zu verlassen. Suchen Sie Hilfe und Unterstützung! Ich habe einige Hilfestellen, die für Sie jederzeit da sind in dem Aufsatz über Psychopathen aufgelistet.

Vergessen Sie nie: Sie haben nur ein Leben und verdienen es, glücklich zu sein!

1. Fallgrube: Sie fühlen sich klein, schuldig und fehlerhaft.

Wie reagieren Sie, das heißt, was fühlen und/oder denken Sie, wenn Sie die folgenden Sätze von Ihrem Partner hören?

  •  Was ist falsch mit Dir?
  • Sei mein Mädchen….(gehorche!…)
  • Das, ist mein Mädchen! Das, ist mein Mann!
  • Schäme Dich!
  •  Verhalte (dich endlich mal) richtig.
  • Kannst du dich auch mal richtig   benehmen
  • ………………………………
  • ………………………………
  • ……………………………..
  • ………………………………

Wenn Sie oder ein Teil in Ihnen verwirrt und/oder ängstlich auf diese Sätze oder ähnliche reagiert und Sie das mehr oder weniger starke Bedürfnis spüren, lieb, gut, richtig oder liebenswert sein zu wollen, verunsichert Sie dies vielleicht. Auf jeden Fall sind Sie in diesem Moment alles andere als selbstbewusst.

Wenn zudem Ihr Partner Ihnen oft das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben, vermittelt, dann sind Sie wahrscheinlich in einer toxischen Beziehung.

Sie müssen nicht unbedingt etwas wirklich Falsches tun und manchmal haben Sie keine Ahnung davon, was wieder falsch war. Falsch kann alles sein: Zum Beispiel lachen Sie nicht genug.

  • Immer schaust du so griesgrämig herein!
  • Hör auf, dich am Kopf zu kratzen!
  • Du kaust zu laut Kaugummi!
  • Wie kann man nur zwei Teebeutel in eine Tasse tun!
  • Wie sprichst du denn mit unseren Nachbarn (Kindern Eltern…)?
  • Wie siehst Du heute wieder aus?
  • Warum hast du solch dicke Oberschenkel? Andere Frauen sehen nicht so aus wie du.

Haben Sie Angst, dass Ihr (toxischer) Partner ihr Telefon in die Hand bekommt? Fragen Sie sich, was er wieder einmal gegen Sie verwenden wird?

Hier werden Grenzen von Ihrem Partner überschritten. Persönliches gibt es nicht mehr. Eine Freundin von mir erlebt dies gerade. Das Schlimme ist, dass es sich für sie so normal anfühlt, dass sie (leider) nicht bemerkt, wie sie in die Falle läuft.

Andrea hat ein ausgesprochen herzliches und lautes Lachen. Ihr Partner mag es nicht. Jedes Mal wird sie strafend angeschaut und oft auch gestoßen, wenn sie auf diese Weise lacht. Ihr Partner schreckte nicht zurück, dies auch bei einem Essen mit gemeinsamen Freunden zu tun. Er zischte Ihr laut zu: „Reiß dich zusammen.“ Oft hört sie auch andere Bemerkungen: „Was ist los mit dir, dass du dich nicht so … verhalten kannst?“, „Sei ein liebes Mädchen und benimm dich“. Er kontrolliert sie mehr und mehr und zu ihren Freundinnen hat sie kaum noch Kontakt.

Sie ist 40 Jahre alt, lebt allein und hat eine Arbeit, die Ihr ein gutes Auskommen gewährt. Sie passt sich in jeder Lebenslage den Wünschen Ihres Partners an und merkt nicht, wie sie immer trauriger wird. Manchmal spricht sie dann von ihrem vorherigen Leben.

Ihr Partner manipuliert sie mit ihrer Scham: “Warum hast du einen so dicken Bauch?“, „Wann verdienst du mehr Geld?“ Schamgefühle entstehen, wenn wir etwas haben oder tun für das wir abgelehnt oder verurteilt werden können. Es gibt kaum etwas, für das wir uns nicht schämen können. Zum Beispiel können wir uns schämen:

  • Wenn wir nicht erfolgreich genug sind
  • Fehler und Schwächen haben,
  • meinen nicht gut genug im Bett zu sein,
  • als Vater oder Mutter zu versagen,
  • zu dick sind, eine zu lange Nase haben, zu klein sind, zu dunkel/hell sind etc.

Wenn wir uns schämen, fühlen wir uns klein und wollen am besten unsichtbar werden. Wir fühlen uns dann mit der Zeit nicht mehr liebenswert, der Liebe nicht wert.

Mehr dazu können Sie in meinem Aufsatz über Scham lesen.

Seien Sie versichert: Sie sind liebenswert und haben es verdient, glücklich zu sein.

2. Fallgrube: Ihr Partner ist obsessiv eifersüchtig

Es ist in Ordnung, ‘ein bisschen’ eifersüchtig zu sein. In einer Weise sagt Eifersucht: ”Ich kümmere mich um dich“. Es darf aber nicht das Leben des Partners maßgeblich bestimmen.

Zeigen Sie die rote Karte, wenn sich Folgendes in Ihrem Leben abspielt:

Meine Friseurin erzählte mir über ihren Partner. Sie findet ihn so lieb und männlich, weil er, nachdem er sich von der „Schlampe“ getrennt hat, es doch noch einmal versucht mit einer Beziehung: Sie hat ihn betrogen und weil er mich liebt, passt er sehr auf mich auf.

Und weil ich ihn liebe, ziehe ich keine kurzen Röcke mehr an und schminke mich auch nicht mehr. Ich weiß, dass er ein Abhörgerät in meiner Wohnung installiert hat. Vertrauen ist halt nicht seine Stärke. Allerdings muss ich aufpassen, wenn ich mit ihm zusammen bin, wann und wie ich einen Mann anschaue. Aber totaler Stress ist für mich mein Handy. Ich muss immer vorsichtig sein, mein Handy ja nicht offen liegen zu lassen. Er durchsucht es immer und ich muss mich dann lange erklären.

Wer hat hier ein Problem und wer kann es nur lösen? Ja, es stimmt, ihr Partner! Ihr Partner ist anscheinend sehr unsicher und hat Schwierigkeiten zu vertrauen. Ändern kann nur er es.

 3. Fallgrube: Sie sind nie gut genug

Sind Sie entmutigt von der Verfolgung ihrer Ziele oder Träume? Sein Sie mal für einen Augenblick ehrlich zu sich selbst. Von was haben Sie vor der Beziehung geträumt und was trauen Sie sich jetzt noch zu?

Es gibt Partner, die reden jeden Ihrer Erfolge klein. Sie können sich nicht mitfreuen. Bestenfalls nehmen Sie Ihre Erfolge einfach nicht wahr.

“Ich bin grad‘ mal 20 Jahre alt – habe meinen Realschulabschluss in der Tasche, eine fertige Ausbildung und Arbeitserfahrung. Bald werde ich studieren. Das passt ihm alles nicht. Ich frag‘ mich, wo das Problem ist – was mache ich bitte schön falsch? Er ist 4 Jahre älter als ich und macht gerade erst seine Ausbildung – und meint jeden Tag zu mir, wie schwer er es doch hat. Ich würde es viel leichter haben (weil ich NUR einen Bürojob habe).“

„Mein Mann macht sich in der Öffentlichkeit über mich lustig und untergräbt meine Glaubwürdigkeit. Oft fragt er mich: Bist du sicher, dass du dir so ein enges Kleid leisten kannst? Es mag komisch klingen, aber ich fühle mich gemobbt. Dabei sollte er eigentlich stolz auf mich sein: Seit mein kleines Unternehmen endlich läuft, sorge ich für den Unterhalt – mein Mann ist arbeitslos.“

Fühlen Sie sich als hätten Sie wegen Ihrer Beziehung an Selbstvertrauen verloren?

Gesunde Beziehungen unterstützen und fördern sich gegenseitig. Bauen sich gegenseitig auf bei der Verfolgung der Träume.

4. Fallgrube: Es ist immer Ihr Fehler

Niemand ist perfekt. Auch Sie nicht und Sie müssen es auch nicht sein. Bei manchen Fehlern hilft eine Entschuldigung und manche Fehler sind nicht wieder zu reparieren. Der Teller der in 10 Einzelteilen auf dem Boden liegt wird nicht mehr heil. Das ist Teil des Lebens.

Wenn Ihr Partner aber ausschließlich bei Ihnen Fehler entdeckt sieht das vielleicht so aus:

Er hat eine schlechte Klausur geschrieben/
schlecht präsentiert/ein schlechtes Feedback bekomme etc.:
Kein Wunder: er konnte nicht schlafen, weil sie sich so viel im Bett bewegt haben, sie ihm ständig Sorgen bereiten, Sie überspannt  sind…

Er hat seinen Job verloren:
Kein Wunder: er muss sich ja immer um alles kümmern.

Er hat schlechte Laune:
Sie gehen ihm mit ihren  ständigen Vorwürfen auf die Nerven und  Sie haben vielleicht keine Ahnung, was er  damit meint

Er schlägt Sie:
 Sie haben ihn provoziert. Sie verdienen es, Grenzen gesetzt zu bekommen. Er ist halt nur ein Mann: „Benimm dich, dann passiert das auch nicht!“

Er ist gemein:
Was Sie nur immer haben: „Stell  dich nicht so an.“

Er kann nichts bzw. nur wenig von sich erzählen:
„Du hast dich damals über mich  lustig gemacht. Kein Wunder,  wenn ich dir nicht mehr vertrauen kann.“ Können Sie sich an diesen Vorfall erinnern bzw. haben Sie eine Ahnung, von was  er spricht?

Die Varianten sind endlos.

Falls Sie dieses Muster in Ihrer Beziehung erkennen, zücken Sie bitte die rote Karte. Und wenn Sie können, rennen Sie. Er wird sich nicht ändern.

5. Fallgrube: Sie machen nicht mehr, was Sie lieben

Denken Sie einen Augenblick darüber nach, was sich mit Ihrer Beziehung alles geändert hat. Was war vorher anders?

Was haben Sie für ihn aufgegeben? Das Fitnessstudio, Ihr Hobby etc? Schminken Sie sich ihm zuliebe anders, ziehen andere Sachen an? Treffen Sie sich noch mit Ihren Freunden? Haben Sie überhaupt noch welche?

Jede Beziehung erfordert Kompromisse, aber fragen Sie sich einmal, was Ihnen geblieben ist?

Falls Sie viel ihm zuliebe aufgegeben haben, weil Sie Ihre Ruhe wollen, Sie es gerne harmonisch haben wollen, ist das nicht richtig. Ihr Partner ist anscheinend ein Kontrolljunkie. Es ist sein Problem. Eine Beziehung ist kein Gefängnis!

6. Fallgrube: Sie haben das Gefühl auf einem Pulverfass zu sitzen

Bemerken Sie, dass Sie immer vorsichtiger werden, wie auf Eierschalen laufen, immer vorsichtiger und innerlich unruhiger werden? Sie auf den nächsten Gefühlsausbruch von ihm warten?

Falls Sie dies bejahen, sollten Sie meinen Artikel über Soziopathen lesen.

Höchst wahrscheinlich sind Sie an solch eine Person geraten. Das hat mit einer gesunden und normalen Beziehung nichts zu tun.

 7. Fallgrube: Sie sind die Person die einlenkt und für die Beziehung kämpft

Falls Ihre Beziehung von häufigen Trennungen gekennzeichnet ist und Sie wie von selbst wieder mit ihrem Partner zusammen kommen, ist das kein gesundes Muster.

Wenn Sie die Person sind, die gute Trennungsgründe hat, sich aber zurück sehnt, beim kleinsten Anzeichen Ihres Ex-Partners reagiert und mehr oder weniger beginnt, diese Beziehung zu reparieren zu versucht, sollten Sie aufpassen.

Es kann sein, dass Sie liebessüchtig sind. Süchtig nach dem Gefühl, dass Ihr Partner Ihnen am Anfang Ihrer Beziehung gegeben hat. Dieses Gefühl ist vergleichbar mit dem, das jemand erlebt, der Kokain konsumiert. Die gleichen Hirnregionen werden angesprochen

Bitte verurteilen Sie sich nicht. Das hat nichts mit Intelligenz zu tun. Höchstwahrscheinlich sind Sie das Opfer eines Soziopathen. Lesen Sie bald mehr zum Thema zur Liebessucht.

Welche Erfahrungen haben Sie?

Gerne helfe ich Ihnen weiter: Rufen Sie mich  an 01774512080 oder schreiben Sie eine Mail birgit (at)drzottmann.com

Soziopathen und Narzissten in einer Beziehung

Heilung des gebrochenen Herzens

Denken und Fühlen

Was ist zuerst da? Das Gefühl oder der Gedanke? Das ABC Modell nach Albert Ellis.

Wenn Sie Ihre Gefühle betrachten, haben Sie wahrscheinlich sehr oft den Eindruck, dass diese direkt durch bestimmte Ereignisse ausgelöst werden.

Stellen Sie sich vor, Renate hat sich ein neues Kleid gekauft und präsentiert es stolz ihrer besten Freundin Anne. Diese betrachtet es kritisch und macht einige abfällige Bemerkungen über Schnitt, Farbe und Passform. Dies kränkt Renate.
Bewundert dagegen ihr Freund Bernd das Kleid und sagt ihr, wie elegant es ist und wie gut es ihr steht, empfindet sie Freude. Auf die Frage, warum sie sich im ersten Fall geärgert und im zweiten Fall gefreut hat, wird sie auf die Äußerungen ihrer Freundin bzw. Freundes verweisen. Sie ist der Überzeugung, dass die kritischen Bemerkungen unmittelbar Ärger, das Kompliment dagegen sofort Freude verursacht.

Im Alltagsleben haben die Menschen die Tendenz, Gefühle als Wirkung bestimmter Erfahrungen anzusehen. So scheinen eine drohende Gefahr unmittelbar Angst, eine Beleidigung Wut und eine Kritik Niedergeschlagenheit auszulösen. Aussagen wie „du ärgerst mich“ oder „das macht mich glücklich“ sind Beispiele dafür.

Die Annahme, dass Personen, ihr Verhalten, Dinge und Ereignisse unmittelbar für die Gefühle eines Menschen verantwortlich sind, ist jedoch falsch.

Die Zusammenhänge sind wesentlich komplizierter. Wir wollen uns jetzt einem Modell zuwenden, das dies verdeutlicht.

Das A-B-C Modell

 

ABC Modell

Der Psychologe Albert Ellis hat ein Modell entwickelt, um die Beziehungen zwischen Erfahrungen und Gefühlen darzustellen, das eine große Bedeutung für die Praxis hat und uns Hinweise darauf gibt, wie wir negative Emotionen verändern können.


Ereignisse lösen keine Gefühle aus

Das Modell umfasst insgesamt drei Stufen. Zunächst schauen wir uns zwei davon an:
A stellt das aktivierende Ereignis, dar welches das Gefühl zur Folge hat wie z.B. die kritischen Äußerungen der Freundin bzw. das Kompliment des Freundes.
C bedeutet die Konsequenz, die sich aus dem aktivierenden Ereignis ergibt.

In unserem Beispiel sind es die Gefühle der Wut oder der Freude. Dazu kommen bestimmte körperliche Empfindungen und Verhaltensweisen.
Vielleicht empfindet Renate angesichts der Kritik einen Druck im Magen und lässt Anne stehen, während sie möglicherweise angesichts des Kompliments mit Herzklopfen reagiert, Bernd anlächelt und umarmt.

Allerdings ist C nicht die unmittelbare Wirkung von A.

Interpretation des Ereignisses

Zwischen A und C gibt es ein Zwischenglied, welches das Verhalten erst auslöst. Es handelt sich um die Gedanken, die Interpretation, die A eine bestimmte Bedeutung verleihen. Erst aufgrund des Vorhandenseins von B reagiert ein Mensch auf eine Erfahrung mit einem Gefühl, besonderen Körperreaktionen und einem Verhalten.
Streng genommen antworten wir überhaupt nicht unmittelbar mit Emotionen und Verhaltensweisen, sondern die Reaktionen erfolgen stets aufgrund unserer Gedanken, welche den Erfahrungen erst eine Bedeutung verleihen.
Renates Wut wird ausgelöst durch Gedanken wie: “Die dumme Ziege hat kein Recht, mein Kleid schlecht zu machen.“ „Es ist eine Gemeinheit, so etwas zu sagen.“ „Sie ist keine wahre Freundin.“ „Sie ist hinterhältig und gemein.“
Ihre Freude wurzelt in völlig anderen Gedanken, wie z.B. „dass Bernd dies sagt, ist nett. Er ist lieb. Er achtet, respektiert und liebt mich.“

Diese unterschiedlichen Gedankenformen lösen verschiedene Gefühle, Körpergefühle und Handlungen aus.

Ereignisse lösen unterschiedliche Gefühle aus

Wir können auf ein und dasselbe Ereignis mit völlig verschiedenen Gefühlen und Verhaltensweisen reagieren, wenn wir unterschiedliche Gedanken und Vorstellungen mit ihnen verbinden.
Ein Beispiel soll diese Zusammenhänge verdeutlichen.
Stellen Sie sich vor, Bernd legt Herrn Zille, einem Vorgesetzten, einen Bericht vor. Herr Zille findet zwei Fehler und macht ihm große Vorwürfe.
Wie Bernd gefühlsmäßig darauf reagiert, hängt davon ab, was er darüber denkt. Nehmen wir an er würde denken: „Dieser dumme Hund, wegen dieser kleinen Dinge solch ein Theater zu machen. Er ist ein aufgeblasener inkompetenter Tyrann.“ In diesem Fall sind Ärger und Wut die wahrscheinlichsten Reaktionen. Würde er dagegen denken: “Um Himmelswillen, hat der mich fertig gemacht. Hoffentlich wirft er mich nicht raus. Mit einer Beförderung kann ich jetzt nicht mehr rechnen, “ dann wäre Angst die logische Folge.
Ein Gedanke wie z.B. “die Kritik ist unsachlich, aber verständlich. Der Zille steht unter Druck, ist nervös und unausgeglichen. Ist ja auch ein armer Mann, der viel am Hals hat, der von seinen Vorgesetzten und seiner Familie von morgens bis abends schikaniert wird,“ führt zu Ruhe und Gelassenheit.

Das A-B-C Modell hat folgende allgemeine Form:

A das aktivierende Ereignis
B die Gedanken, Bewertungen, Interpretationen und
Erwartungen, die sich auf A beziehen.
C die Gefühle, körperliche Reaktionen und Verhaltensweisen, die sich als Konsequenzen aus B ergeben.

Die These, dass unsere Gedanken unsere Gefühle bestimmen, dass wir so fühlen wie wir denken, ist sehr alt.

“Nicht die Dinge beunruhigen die Menschen, sondern ihre Meinungen über die Dinge.“ Vor fast 2000 Jahren sagte dies der römische Philosoph Eptiket.

Gefühle, Gedanken und Ereignisse beeinflussen sich gegenseitig
Die Gefühle und das Verhalten haben Auswirkungen auf A und B. Dies können Sie bei dem Aufbau einer Angstspirale beobachten.
Stellen Sie sich vor, dass Sie unter Prüfungsangst leiden. Nehmen wir an, dass Sie in zwei Tagen eine Prüfung ablegen müssen. Die Prüfung stellt das aktivierende Ereignis A dar. Nun stellen Sie sich vor, dass Sie in der Prüfung kläglich versagen werden. Die Gedanken, die sich mit dem Scheitern befassen, gehören zu B. Diese aktivieren Gefühle wie Unruhe, Angst und dazu passende Körperempfindungen wie z.B. Druck im Kopf, Magenschmerzen, Stiche in der Herzgegend usw.
Vielleicht leiden Sie unter Schlaflosigkeit und mangelndem Appetit, möglicherweise suchen Sie Trost bei Freunden, schlucken Tabletten oder trinken mehr als Ihnen gut tut.
Das Gefühl der Angst wirkt wiederum auf das Denken ein, indem immer neue Gedanken aktiviert werden, die sich mit dem Versagen befassen und es weiter verstärken. Das Denken wird ständig weiter eingeengt und kreist ausschließlich um das Versagen in der Prüfung, was die Angst weiter steigert.
Diese Angstspirale kann unter Umständen in eine Panik hineinführen.

Gefühle wirken sich auf Ereignisse aus

Starke Emotionen können Situationen beeinflussen. Deren Interpretation haben wiederum bestimmte Gefühle zur Folge. Sehen wir uns dies an einem Beispiel an:
Nehmen wir an, Ihre Prüfungsangst wird so unerträglich, dass Sie nicht zur Prüfung gehen. Damit verschwindet das Ereignis, das Sie als drohende Gefahr interpretiert haben und infolgedessen auch die Angst.

Fernstudium Psychologische Berater / Personal Coach

Warum meditieren sich lohnt

Die Meditation erfreut sich gegenwärtig großer Beliebtheit. Überall werden Kurse angeboten, in denen sie gelehrt wird, gibt es Gruppen, die sie praktizieren. Wenn Sie sich mit ihr beschäftigen, sind Sie mit einer Vielzahl von Methoden und unterschiedlichen Erklärungen, was Meditation ist, konfrontiert. Bei genauer Betrachtung wird deutlich, dass die unterschiedlichen Techniken bestimmte Gemeinsamkeiten aufweisen.

Meditation Grundlegend für jede Meditationspraxis ist die Konzentration der Aufmerksamkeit auf irgendein Objekt.

Was ist Meditation?

Ebenso unterschiedlich sind die Ziele, die mit ihrer Hilfe angestrebt werden. Auch hier gibt es ungeachtet aller Differenzen wichtige Übereinstimmungen. Sie werden entdecken, dass die meditativen Praktiken der unterschiedlichsten Traditionen immer wieder vergleichbare Zielsetzungen haben.
Wir wollen uns nun mit einigen zentralen Aspekten dieser Methode beschäftigen.

Grundlagen der Meditation

Grundlegend für jede Meditationspraxis ist die Konzentration der Aufmerksamkeit auf irgendein Objekt. Es kann sich dabei um den Atem oder irgendeinen Gegenstand handeln. Wir werden darauf noch näher eingehen, wenn wir uns mit einzelnen Meditationstechniken beschäftigen. „Warum meditieren sich lohnt“ weiterlesen