Die Teilpersönlichkeiten

Unsere Motivation, ein Ziel zu erreichen, unsere Einstellungen und uns damit zu verändern, wird von unseren Selbstgesprächen – unseren Gedanken – entscheidend beeinflusst, den inneren Gesprächen mit sogenannten Teilpersönlichkeiten. Diese haben die Kraft, Ihre Motivation zu untergraben und Sie zu demoralisieren. Damit dies auf keinen Fall geschieht, möchte ich Ihnen einige wichtige Persönlichkeiten vorstellen.

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Stellen Sie sich vor, dass Sie aus vielen Teilpersönlichkeiten bestehen (das hat nichts mit Krankheiten wie Schizophrenie oder multiplen Persönlichkeiten zu tun).

Je nach Situation sind oft andere Teilpersönlichkeiten im Vordergrund. Im Büro sind es vielleicht der „Herrscher“ und der „Analytiker“, die im Vordergrund stehen. Auf dem Spielplatz mit den Kindern sind der „kreative“ und „liebevolle“ Teil im Vordergrund.

Es gibt drei Teile, die jeder Mensch in unserem Kulturkreis hat und mit Ihren Gewichtsproblemen nehme ich an, dass diese bei Ihnen gut ausgeprägt sind.

Es sind der Perfektionist, der Antreiber und der Kritiker.

Der Perfektionist

Der Perfektionist liebt den Vergleich und setzt Standards. Er liebt das Hundertprozentige. Es soll alles richtig sein. Was ist aber richtig? Der Perfektionist hat perfekte Kinder, das perfekte Auto, die perfekte Partnerin, den perfekten Partner, die perfekte Buchhaltung … und isst den perfekten Joghurt und dies gilt für alles. Und manchmal nennt man auch Perfektionisten liebevoll Korinthenkacker …

Das perfekte Auto ist ein SUV, mit einem ökologisch vertretbaren perfekten Benzinverbrauch von 5 Litern. Er hat jedes erdenkliche Zubehör und dabei ist er sehr robust. Wie früher der Käfer. Nicht kaputt zu kriegen. Ist das realistisch? Gibt es solch einen Wagen überhaupt?

Kaufen Sie einmal einen „einfachen“ Joghurt. Wir haben die Wahl zwischen mindestens 10 verschiedenen Sorten – mit Zucker, mit Fett – wie viel davon darf es sein? Der Perfektionist hat hier eine richtige Aufgabe. Was ist ein richtiger Joghurt oder ein richtiges Fernsehgerät oder Urlaubsort oder oder oder … kein Thema ist von diesem „richtig machen/sein“ befreit.

Perfekte Kinder sind artig. Sie hören auf ihre Eltern und machen, was diese sagen. Sie sind bescheiden, aber nicht zu bescheiden, sie sind höflich und wissen sich immer zu benehmen, sie können Sie überallhin mitnehmen und sie kennen Museen. Sie sehen gut aus und sind nie aufdringlich und nicht zu laut, sind aber auch nicht scheu und können sich wehren. Sie sind sehr gut in der Schule und haben früh Ziele, die sie ausdauernd verfolgen. Sie sind sportlich und auch musikalisch begabt, wollen aber kein Musiker oder Musikerin werden. Sie sind offen, aber nicht zu offen, sie sind introvertiert, aber nicht zu introvertiert, sie sind fröhlich und machen sich nie lächerlich.

Der perfekte Partner sieht, wie es uns geht. Weiß, dass wir nach der Arbeit erst einmal Ruhe brauchen. Bringt nicht nur am Muttertag und zum Geburtstag Blumen mit nach Hause, ist einfühlsam und romantisch. Kritisiert uns nicht, auch wenn das Essen nicht schmeckt. Kennt unsere Kleidergröße und bringt uns ab und zu etwas Passendes zum Anziehen mit, macht jede Diät aus Solidarität mit, ist nett zu meinen Freundinnen und Freunden und … was fällt Ihnen noch dazu ein?

Die perfekte Partnerin ist sexy, immer gut gelaunt und riecht gut. Ist freundlich und hilfsbereit, eine super Köchin, kann über jedes politische Thema mitreden, ist eine erfolgreiche Managerin, die beste Mutter für ihre Kinder und hat immer Zeit, schmust gerne und ist irgendwie immer gut drauf, sie ist gepflegt und immer dezent geschminkt, nach ihr drehen sich die Männer um und schauen mich neidvoll an, natürlich verdient sie gut, so dass wir ausgedehnte Fernreisen unternehmen können …

Der Perfektionist macht Dinge richtig und schafft ein perfektes Umfeld. Und wenn Sie jetzt meinen, dass Sie ein 100%er Perfektionist sind, haben Sie große Chancen, dieses Buch fertigzulesen (denn was man anfängt, muss man unter allen Umständen auch fertigmachen/-bringen) und Sie werden auch die Übungen machen und deshalb Ihr Leben und Ihr Gewicht verändern und vielleicht sogar ihren Perfektionisten ein wenig zügeln.

Der Antreiber

Der Antreiber hat das, was Ihr Perfektionist gutheißt, nun umzusetzen. Ist die Wohnung/das Haus schon aufgeräumt? Wann ist eine Wohnung aufgeräumt? Meine irgendwie nie, denn ich finde immer Ecken bzw. Schubladen, die nicht so sind, wie sie sein sollen und dies sieht mein Antreiber und sagt zu mir: „Mach auf, bewege dich und räume auch diesen Schrank auf. Bewege dich und schreibe dann weiter an deinem Buch, vorher gehst du aber noch für deinen Mann seinen Lieblingskäse einkaufen. Bitte ziehe dich dafür anständig an. Nicht schon wieder die alten Jeans, was sollen die Leute denken? Du sollst doch Vorbild sein und schminke dich! Wofür kaufst du dir die Sachen und trägst sie dann nicht? Auch die Betten sollten wieder einmal überzogen werden. Dein Sohn ernährt sich in der letzten Zeit so schlecht, du solltest wieder einmal etwas Gesundes kochen. Überhaupt, vernachlässigst du nicht ein wenig deine Kinder? Letztlich sagten sie dir, dass sie das Gefühl haben, du seist froh, wenn sie endlich ausgezogen sind. Zeige Ihnen also, wie sehr Sie dir am Herzen liegen und ganz wichtig für dich sind.“ Am besten, ich fange gleich mit Kochen an und schreibe eine lustige SMS.

Der Kritiker


Haben Sie schon mal was richtig gut gemacht? Der Kritiker jammert ständig an Ihnen herum. Den Standard erreichen, den der Perfektionist vorgibt – das schaffen Sie einfach nicht jeden Tag. Und jede Abweichung wird mit dem Gefühl „du hast einen Fehler gemacht“ honoriert. Der Kritiker sieht nicht das, was gut läuft – er kritisiert, und zwar ausschließlich.

Haben Sie schon einmal eine richtig aufgeräumte Wohnung mit zwei Kindern gesehen? Mein Kritiker mault gerade im Hintergrund:„Was du so alles von dir gibst. Nur weil du es nicht hinbekommst, heißt das noch lange nicht, dass andere das nicht können. Wetten wir, dass deine Schwiegermutter das immer konnte? Und warum du nicht? Bist du faul? Das geht doch gar nicht …“

Keinen Lebensbereich lässt der Kritiker aus und er geht unter die Gürtellinie, denn er kennt Sie!

In Bezug auf Ihr Gewicht könnte ein Gespräch zwischen diesen drei „Persönlichkeiten“ wie folgt aussehen:

Der Perfektionist hat in einem Modeheft die neue Jeansmode entdeckt. Slim Jeans! Und jetzt finden Sie gemeinsam mit Ihrem Perfektionisten die ideale Diät, damit diese Jeans am besten in Größe 36 auch passen. Sie wollen mindestens 8 Kilo abnehmen.

Der Antreiber macht nun Listen und beschäftigt Sie. Was dürfen Sie wann und wie essen und was auf keinen Fall? Er schickt Sie einkaufen und sagt Ihnen auch, dass ab 18 Uhr nichts mehr gegessen wird. Es gibt auch keine Ausnahmen!

Der Kritiker kommt auf den Plan, wenn er feststellt, dass Sie sich wirklich erlaubt haben, ein Stück Schokolade zu essen. Außerdem haben Sie Grapefruit und Weintrauben zusammen gegessen und das geht doch überhaupt nicht. Er ruft: „Noch nicht mal das bekommst du hin, möchte mal wissen, wofür du gut bist, jetzt hast du alles eingekauft und dann das, kein Wunder, dass du nicht abnimmst, du kriegst es einfach nicht auf die Reihe! Überhaupt, was bekommst du auf die Reihe? Du weißt genau, dass du auf dieses Fest gehen willst und alle haben diese Jeans an, nur du nicht, schäm dich, glaubst du, du kannst jemals dazugehören und Freunde finden, wenn du dich so anstellst? Man kann einfach nicht auf dich bauen, erschieß dich oder besser nimm Tabletten, dann machst du nicht soviel Dreck.“

Wenn jemand so mit Ihnen sprechen würde, würden Sie die Polizei holen. Richtig!

Jetzt hören Sie aber einmal Ihrem Kritiker zu, was dieser Ihnen schon seit Jahren einredet. Mit solch einem Kritiker brauchen Sie keine Feinde, Sie haben bereits einen und er ist immer zur Stelle, ob es Ihnen passt oder auch nicht.

Der Trotz

Wie reagieren Sie, wenn Ihnen jemand sagt, dass Sie etwas tun müssten? Wenn Sie beim Lesen schon ein unbehagliches Gefühl bekommen oder wissen, dass Sie auf solch eine Aufforderung (zumindest innerlich) unwirsch reagieren, dann sollten Sie diesen Abschnitt unbedingt lesen. Falls Sie nicht wissen, wovon ich rede, können Sie diesen Abschnitt getrost überspringen.

Der Trotz ist auch eine Teilpersönlichkeit, die vielen Menschen unter bestimmten Umständen das Leben erschwert. Der Trotz tritt immer auf den Plan, wenn er das Wort „muss“ hört. Alles, was sich nur nach Befehl oder Anweisung anfühlt bzw. riecht, wird nicht nur hinterfragt, sondern regelrecht torpediert. Dies geschieht automatisch, ohne dass der/die Betreffende es registriert. So sagte eine Klientin zu mir. „Die Durchblutung meiner Beine ist gestört. Deshalb wollte ich vor dem Urlaub ein wenig abnehmen, damit ich den Flug besser überstehe. Was aber mache ich? Ich nehme zu! Ich weiß, dass es rein rational wichtig für mich ist, ein wenig abzunehmen und ich nehme zu. Ich esse an einem Abend ein Pfund Eis und frage mich danach, warum ich das gemacht habe und fühle mich schlecht.“

Trotzige Menschen sind nicht dumm oder einfältig. Der Trotz möchte Sie – Ihr Ich – vor „Übergriffen“ schützen. Der Trotz entwickelt sich in der Kindheit und hilft und half dem Menschen, sich in schwierigen Zeiten zu behaupten.

Viele meiner Klienten haben trotz eines ungünstigen und nicht unterstützenden Elternhauses eine gute Ausbildung abgeschlossen, konnten aus schwierigen Partnerschaften ausbrechen und sind oft Kämpfer für andere, wenn es um „Unrecht“ geht. Trotzige haben die Devise „jetzt erst recht, schauen wir doch mal, ob die/der Recht hat“.

Wenn Sie nun denken, dass trotzige Menschen leicht zu manipulieren seien, haben Sie wahrscheinlich Recht. Es kommt nur darauf an, wie man mit ihnen spricht.

Wenn Sie zu sich selbst oder einer anderen trotzigen Person sagen: „Das hast du zu machen“ oder „du darfst nur noch dieses oder jenes essen …“, stößt dies auf Widerstand und wird mit allen möglichen Gründen möglichst verhindert oder hinausgezögert. Kein objektiver und vernünftiger Grund ist überzeugend.

Sagen Sie zu sich selbst oder einer trotzigen Person dagegen: „Mal sehen, ob und wie du das hinbekommst, trotz deiner Zeitknappheit oder trotz deiner Unlust und …“, ist dies ein Anreiz für den Trotz, dem er sich nur schwer entziehen kann. Jetzt ist er gefordert und kann sich beweisen. Der Trotz mag keine konkreten Ziele, die nicht aus dem „Trotzdem …“, dem Widerstand entstanden sind.

Probieren Sie es aus! Machen Sie es sich bewusst, wie Sie mit sich selbst sprechen und vermeiden Sie vor allem das Wort „muss“. Sie können dieses „Muss“ getrost durch „werden“ ersetzen. Sie müssen nicht sterben, sondern Sie werden, weil Sie ein Mensch sind, sterben.

Machen Sie sich ein Bild von dem Trotz, zum Beispiel eine Kröte, die man schlucken wird, wenn es etwas zu erreichen gibt und/oder nehmen Sie den Trotz an die Hand. Er ist nicht Ihr innerer Schweinehund, den es zu besiegen gilt. Nein, er ist ein wertvoller Teil von Ihnen, der Ihnen bestimmt schon oft im Leben geholfen hat.

Beschimpfen Sie ihn nicht und vor allem probieren Sie nicht, ihn zu vernichten. Er stellt Ihnen viel Energie und Ausdauer zur Verfügung, wenn Sie „trotz allem“ etwas erreichen wollen. Jede Teilpersönlichkeit – auch der Trotz – möchte Gutes tun und wichtig für das „Ich“ sein.

In Bezug auf das Abnehmen bedeutet das: Seien Sie neugierig. Fragen Sie sich: „Wie kann ich es erreichen, dass ich so schlank werde, wie ich es will?“ Wäre doch gelacht, wenn Sie das nicht schaffen sollten, nur noch zu essen, wenn Sie hungrig sind und dabei alles essen dürfen, was Ihnen schmeckt, oder? Machen Sie sich selbst zum Freund bzw. zur Freundin, denn zu ihr/ihm würden Sie auch nie sagen: „Mach zu, stell dich nicht so an, und nimm endlich ab!“

Warum haben wir diese Teile?

Diese verschiedenen Teile haben nicht das Ziel uns zu zerstören. Ganz im Gegenteil: Sie lieben uns und wollen uns unterstützten, übertreiben aber manchmal dabei.

Ganz gleich wie fies diese sind, ihr Antrieb ist Liebe.

Wie kann man mit jemandem so umgehen und das auch noch Liebe nennen, werden Sie jetzt vielleicht fragen. Sie haben Recht, es ist eine merkwürdige Art und Weise Gefühle auszudrücken, aber leider nicht

Diese Teile bekommen die Munition aus unseren Glaubenssätzen und Erwartungen und diese wurden oft schon sehr früh in der Kindheit geprägt. (Anmerkung: Glaubensätze haben nichts mit Religion zu tun. Sie erklären uns unsere Welt. So kann ich zum Beispiel glauben, dass es gut ist, fremden Menschen gegenüber offen zu sein oder man kann glauben, dass es besser ist, zurückhaltend zu sein.)

Unsere Eltern und enge Bezugspersonen gaben uns ihre Sicht der Welt weiter. Wir haben schnell aufgehört, an den Weihnachtsmann zu glauben, aber oft glauben wir noch, dass wir zum Beispiel um jeden Preis gefallen müssen, dass die Bedürfnisse von Menschen, die wir lieben, immer wichtiger seien als unsere eigenen und wir uns Liebe und Achtung erarbeiten müssen.

Ziele setzen: Gewußt wie!

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing)

Die Abkürzung EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing (Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung).

EMDR wurde von der amerikanischen Psychologin Francine Shapiro erfunden. Die Wirksamkeit ist durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt. Es fühlen sich nach der Behandlung mit EMDR fühlen 80 Prozent der Patientinnen und Patienten deutlich entlastet.

Aufgrund dieser Studien wird in Deutschland EMDR etwa seit 1991 angewendet. 2006 hat der wissenschaftliche Beirat für Psychotherapie EMDR als wissenschaftlich begründete Psychotherapiemethode anerkannt.

Trauma Heilung mit EMDR

Ein zentrales Element der Behandlung ist die Verarbeitung der belastenden Erinnerung unter Nutzung der Stimulation des Gehirns: Die Klientin bzw. der Klient folgt den Fingern der Therapeutin mit den Augen, während diese ihre Hand abwechselnd nach rechts und links bewegt. Oft benutze ich auch das Klopfen auf den Oberschenkeln. So werden die verborgenen und versprengten Erinnerungen schrittweise wieder zusammengeführt.

Die Stimulation unterstützt das Gehirn die eigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren und die belastenden Erinnerungen zu verarbeiten.

Warum biete ich EMDR an?

Ich habe mit dieser Methode überzeugende Erfahrungen sammeln können. Mit dieser Methode können  unbewusste Erinnerungen aktiviert und auch bearbeitet werden, daher braucht der Klient nicht ausführlich über das Problem zu reden.

Oft benutze ich auch eine Kombination aus EMDR und Hypnose.

Was kann mit EMDR behandelt werden?

Ich bearbeite damit

  • Auswirkungen belastender Lebenserfahrungen
  • starke Trauer nach Verlusterlebnissen
  • Folgen von Bindungstraumatisierungen
  • Depressionen
  • Angst- und Panikstörungen
  • psychophysische Erschöpfungssyndrome
  • chronische Schmerzen
  • posttraumatische Belastungsstörung (PTBS).

Welches Resultat hat die Therapie?

Es werden die Erinnerungsanteile aktiviert, die vorher im Verborgenen waren. Weil diese nun in das Bewusstsein gebracht wurden, können diese geordnet und in den dafür zuständigen Gehirnteilen abgelegt werden. Sie sind nun „prozessiert“ und „integriert“.

Wie lange dauert die Therapie?

Oft lassen sich erstaunlich schnelle Erfolge erzielen. Manchmal erstreckt sich eine EMDR-Behandlung aber auch über einen längeren Zeitraum.

Eine Sitzung dauert üblicherweise 2 Stunden.

Falls Sie Fragen haben rufen Sie einfach an Hypnose Frankfurt: 0177 4512080

Literatur zum Thema

David Servan-Schreiber: Die neue Medizin der Emotionen: Stress, Angst, Depression: Gesund werden ohne Medikamente

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Mit Hypnose Blockaden lösen

Hypnose Dr. Zottmann

Achtsamkeitsmeditation in sieben einfachen Schritten lernen

Bei dieser Art der Meditation (Achtsamkeitsmeditation) wird aufmerksam ausschließlich der eigene Atem beobachtet. Das ist alles werden Sie fragen? Ja! Das ist alles. Dabei kommen selbstverständlich Gedanken und Gefühle und diese werden  – ohne das diese bewertet werden, beobachtet. Einfach. Ja, es ist einfach. So wird das „nichts  tun“ eingeübt.

Meditation in 7 Schritten lernen

Vielleicht denken Sie jetzt, alles gut und schön – aber wie soll ich das denn jetzt konkret anstellen? Genau das verrate ich Ihnen jetzt – und wie versprochen, ist es viel einfacher als Sie vielleicht denken.

Suchen Sie sich einen  ruhigen und bequemen Ort. Setzen Sie sich auf einen Stuhl oder ein Sitzkissen. Sie sollten ganz gerade sitzen… (schauen Sie mal auf das Bild)

Schalten Sie vorher noch vielleicht ihr Telefon aus – oder machen Sie es lautlos, damit Sie nicht gestört werden. Sie können mit dem Timer des Handys dir die Zeit einstellen, die Sie heute meditieren wollen.

  1. Stellen Sie den Wecker auf 3 bis 5 Minuten. Das ist für den Anfang völlig ausreichend
  2. Richten Sie ihre  Wirbelsäule auf. Ihre Kleidung ist locker. Nichts schnürt Sie ein. Die Hände können Sie in den Schoß oder einfach auf die Oberschenkel legen.
  3. Schließen Sie nun Ihre Augen oder schauen Sie ganz „weich“ auf einen bestimmten Punkt.
  4. Atmen Sie nun einfach in ihrem Rhythmus und achten darauf wie Ihre Bauchdecke sich mit dem Atmen hebt und wieder senkt. Einfach den Atem beobachten.
  5. Und dann werden Sie vielleicht bemerken, wie Gedanken und/oder Gefühle kommen. Dies ist vollkommen normal. Sie können Gedanken und Gefühle kontrollieren, indem Sie sie einfach benennen. Wenn jetzt also ein Gedanke kommt, dann sagen Sie zu sich selbst: Gedanke, Gedanke… Kommt ein Gefühl dann versuchen Sie es zu benennen: Frust, Frust …. Ärger, Ärger…..,Traurig, Traurig….etc, oder sagen Sie einfach zu sich selbst, Gefühl, Gefühl….Bitte bewerten Sie es nicht, indem Sie zu sich selber sagen: Du blöder Gedanke hau doch endlich ab, ich mag dich nicht, noch nicht einmal 5 Minuten kann ich ohne Gedanken sein….. Noch einmal: es ist vollkommen normal, wenn die Gedanken und Gefühle kommen!
  6. Kehren Sie  immer wieder zu ihrem Atem zurück. Immer wieder sanft zu Ihrem Atem zurückkehren, auch wenn Sie sich einige Zeit in Ihren Gedanken verloren haben. Sie bleiben und kehren gegebenenfalls immer wieder zu Ihrem Atem zurück.
  7. Das ist schon alles! Ehrlich, ist das nicht wirklich einfach? Meditation ist nicht kompliziert. Im Gegenteil, sie ist sehr einfach. Die einzige Herausforderung ist, es  zu machen. Meditation wird Ihnen nur etwas bringen, wenn Sie es auch wirklich machen und zwar täglich. Das Nachdenken, träumen oder sprechen über Meditation bringt Sie nicht weiter. Probieren Sie es doch einfach mal für 4 Wochen aus und schauen, was Sich so bei Ihnen tut.

Und nun, wofür ist es gut?

Wenn Sie sich regelmäßig Zeit nehmen für Meditation, dann hat das viele Vorteile:

    • Regelmäßiges Meditieren wird Ihnen helfen, nicht mehr reflexartig immer das Gleiche zu machen oder zu fühlen. Dadurch, dass Sie gelernt haben, nicht immer auf jeden Gedanken zu hüpfen, haben Sie nun die Gelegenheit jetzt darüber nachzudenken, was Sie wirklich machen wollen. Sie handeln nicht immer wieder aus der Gewohnheit heraus quasi auf Autopilot.
    • Meditieren hilft beim Entspannen und vielleicht werden Sie merken, wie sie immer entspannter werden.
    • Ihre Konzentrationsfähigkeit wird sich bemerkbar erhöhen. Dies ist in allen Lebensbereichen förderlich.
    • Sie bemerken viel mehr. Die Schulung der Achtsamkeit führt zu mehr Genuss im Leben.
    • Ihr Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl werden wachsen.
      Dadurch werden sich Ihre Kontakte  zu anderen Menschen verbessern.
    • Meditation wird Ihnen helfen, mit den Dingen in Ihrem Leben zu Recht zu kommen, die Sie nicht ändern können. Dadurch werden Sie sehr viel Anspannung und Stress vermeiden können.
    • Sie werden sich vielleicht ganz fühlen und somit vielleicht auch Einblick in Ihre spirituelle Natur gewinnen.

Selbstfürsorge / Selbstliebe oder ich verbessere die Beziehung zu mir selbst und nehme die Verantwortung für mich an.

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Extrinsische und intrinsische Motivation

Wir alle haben die Erfahrung gemacht, dass Belohnungen uns motivieren. Es gibt jedoch unterschiedliche Formen der Motivation, die sich auf verschiedene Arten auswirken können.

Extrinsische Motivation

Bei der extrinsischen Motivation wird ein Mensch zu einem Verhalten durch eine Belohnung aktiviert, die mit dem Inhalt dieser Aktivität nichts zu tun hat.
Wenn ein Mitarbeiter sich anstrengt, eine gute Leistung zu erbringen, weil er dafür eine Prämie erhält, wird er durch das Geld motiviert, das nichts mit dem Inhalt seiner Arbeit zu tun hat. Die Belohnung wird von außen hinzugefügt.
Für die betreffende Person mag der Arbeitsinhalt keine Bedeutung besitzen oder völlig gleichgültig sein. Sie erledigt sie, weil sie als Mittel zu etwas anderem dient, das für sie wichtig und attraktiv ist. Anreize wie Geld, Beförderung, Anerkennung gehören in den Bereich der extrinsischen Motivation.

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Intrinsische Motivation

Bei der intrinsischen Motivation wird der Mensch durch den Inhalt seiner Tätigkeit bzw. Aufgabe motiviert. Eine zusätzliche Belohnung mit Geld und Ruhm kann dabei völlig gleichgültig sein.
Eine Malerin, die erfüllt ist von dem Bedürfnis, bedeutende Kunstwerke zu schaffen, wird allein dadurch zu harter Arbeit motiviert, auch wenn sie nicht durch Geld und Ruhm von außen stimuliert wird. Im Gegenteil, selbst wenn sie unter chronischer Geldknappheit leidet und ihre Mitmenschen ihren künstleri-schen Ideen nur Hohn und Spott entgegenbringen, wird sie keineswegs demotiviert.
Die Motivation, die sie durch den Inhalt ihrer Tätigkeit erfährt ist so stark, dass alle Widrigkeiten und Unannehmlichkeiten ihres Lebens sie nicht entmutigen können, ihre Ziele aufzugeben.

Im Allgemeinen ist die intrinsische Motivation intensiver und dauerhafter, während die extrinsische mit der Zeit an Wirksamkeit verliert.

Wird ein Mitarbeiter allein mit Prämien zu höherer Leistung angeregt, während ihm der Arbeitsinhalt gleichgültig ist oder er ihm sogar eine heftige Abneigung entgegenbringt, stimuliert das Geld im Laufe der Zeit ihn immer weniger zu seiner Tätigkeit. Die Belohnung wird selbstverständlich und nicht mehr als ein Anreiz für besondere Leistungen wahrgenommen. Die Geschäftleitung muss neue Anreize setzen, um einen entsprechenden Motivationsschub zu bewirken, der mit der Zeit wieder versandet. Ist der Mitarbeiter von seiner Aufgabe fasziniert, wird er durch sie dauerhaft zur Leistung angeregt.

Was motiviert Sie?

In der Realität gibt es meist keine scharfe Trennung zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation. Beide Kategorien treten häufig zusammen auf, wobei der Schwerpunkt meistens auf einem der beiden Pole liegt.

In vielen Fällen sind beide Motivationsarten unauflöslich miteinander verbunden. Ein Künstler kann primär durch seine Tätigkeit motiviert werden, aber nichtsdestoweniger beeinflusst ihn ebenfalls die Aussicht, mit seinen Werken viel Geld zu verdienen und berühmt zu werden.

www.Institut-DrZottmann.de

Ziele setzen: Gewußt wie!

Die 6 menschlichen Grundbedürfnisse

Freunde als Stressquelle

Gut funktionierende zwischenmenschliche Beziehungen und/oder Freundschaften beruhen immer auf einem Austausch von Leistungen und Gegenleistungen.
Sie sind so lange in Kontakt, wie zwischen den Beteiligten das Nehmen und Geben materieller und nichtmaterieller Güter auf einem für beide Seiten befriedigendem Niveau stattfinden.

Achten Sie bei den Beziehungen zu anderen Menschen mehr auf die Qualität als auf die Quantität.

Ein großer Bekanntenkreis, mit dem Sie mit vielen Menschen konfrontiert sind, die unerfreuliche Verhaltensmuster an den Tag legen oder zu dem Sie nur oberflächliche Beziehungen unterhalten, ist eine Belastung, eine Quelle von negativem Stress anstatt von Befriedigung.

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Für das eigene seelische Gleichgewicht ist ein kleiner Kreis von Freunden besser, in dem die Freundschaften durch häufige Kontakte gepflegt werden.

Reibungen, Konflikte und Auseinandersetzungen sind auch in solchen Beziehungen unvermeidlich. Sie gehören zum Leben. Befriedigend sind diese Beziehungen doch deshalb, weil jeder der Beteiligten etwas gibt, was für den anderen wertvoll ist, aber auch etwas erhält, was für ihn von Bedeutung ist.
Welche Formen des Austauschs eine gute Freundschaft begründen und aufrechterhalten, variiert erheblich von Person zu Person. Wenn Sie sich darüber klar werden wollen, ob die Beziehung zu Ihren Freunden Sie befriedigt, fragen Sie sich, was eine wahre Freundschaft für Sie ausmacht. Haben Sie die Kriterien ermittelt untersuchen Sie, ob Ihre Freundschaften diesen Ansprüchen genügen.

Stellen Sie fest, ob und in welchem Ausmaß Sie Ihre Freunde unterstützen und was Sie von Ihnen erhalten.

Erhalten Sie von ihnen Wertschätzung und Unterstützung in einem ausreichenden Maß? Fördert der Umgang mit ihnen Ihr Wohlbefinden? Können Sie etwas von ihnen lernen? Ermutigen sie Sie und geben Ihnen Kraft? Ist die Bilanz in Ihrem Sinne positiv, ist es für Sie wichtig, diese Beziehung angemessen zu pflegen.

…. und alles geht vorbei

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Sieben Fallgruben einer Beziehung

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